Textgrafiken 6 fachl

Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Hepatitis-B,
Hämophilus-influenzae-B (DTaP-IPV-HBV-HiB)

Gratisimpfstoff: ab Feb. 2017 Hexyon®

Normalfall: 3./5./12. Lebensmonat. Mindestabstand zwischen 1. und 2. Teilimpfung: 1 Monat, Mindestabstand zwischen 2. und 3. Teilimpfung: 6 Monate.

Spezialfall Impfstoffwechsel innerhalb Impfserie: Hexyon® ist für die Auffrischung im Rahmen von 6-fach Impfserien (gleichgültig mit welchem Impfstoff begonnen wurde) und für die vollständige Grundimmunisierung und Auffrischung nach dem 2+1 Schema im Rahmen von nationalen Impfprogrammen zugelassen. Daher besteht beim Wechsel zu Hexyon® kein Problem, die Auffrischung (Booster) der mit Infanrix hexa® abgeschlossenen Grundimmunisierung mit Hexyon® durchzuführen.
In den wenigen Fällen, in denen erst eine Impfung mit Infanrix hexa® erfolgt ist, wird empfohlen auch die zweite Impfung mit Infanrix hexa® vorzunehmen. Sollte dieser Impfstoff nicht (mehr) verfügbar sein, soll die Grundimmunisierung entsprechend dem Impfschema des Impfplans mit dem zurzeit im Impfkonzept verfügbaren Impfstoff, i.e. Hexyon, komplettiert werden.

Spezialfall verspäteter Impfbeginn: Bei verspätetem Impfbeginn ist darauf Bedacht zu nehmen, dass sich die 3. Teilimpfung noch vor dem 6. Lebensjahr ausgeht. Nach dem 6. Lebensjahr muss eine allenfalls noch fehlende 3. Teilimpfung mit einem Impfstoff mit abgeschwächter Diphtherie-Komponente gegeben werden (s. a. Impfschema Schulkinder). Eine Hämophilus Impfung ist ab dem 6. Lebensjahr nicht mehr notwendig.

Spezialfall HBs-antigen positive Mutter:
1. HBV Impfung (aktiv/passiv) im Wochenbett, 
2. Teilimpfung nach einem Monat (Kostentragung durch die Krankenkassen via Arzneimittelbewilligungsservice ABS*).
Im 3. Lebensmonat soll mit Infanrix-hexa begonnen und nach dem üblichen Schema (siehe Normalfall) weitergeimpft werden.

Spezialfall Frühgeborene (bis 28. SSW): Das mögliche Risiko von Apnoe (Atemstillstand) und die Notwendigkeit einer Atmungsüberwachung für 48-72 Stunden sollte bei Impfung von sehr kleinen Frühgeborenen (≤28 Schwangerschaftswochen) berücksichtigt und besonders bei Frühgeborenen mit Atemunreife, d.h. in den ersten drei Lebensmonaten, überlegt werden. Da der Nutzen der Schutzimpfungen in dieser Gruppe hoch ist, sollten Impfungen nicht unterlassen oder verzögert werden (s.a. österreichischer Impfplan, Abschnitt Frühgeborene).

Spezialfall Asylsuchende bzw. Asylanten: Säuglinge und Kinder bis zum voll. 6. Lebensjahr werden bei unbekanntem Impfstatus nach dem üblichen 2+1 Schema mit Infanrix-Hexa® geimpft. Sollten diese Kinder aber noch in Massenunterkünften (wie Erstaufnahmezentren) untergebracht sein, wird lt. Gesundheitsministerium für diese Kinder ein 3+1 Schema empfohlen:

  • bei Säuglingen 3., 4., 5. Lebensmonat, 4. Teilimpfung mind. 6 Monate später 
  • bei Kindern bis 6 Jahre das Schema: 0, 1, 2, 12 Monate. Wenn Sie in diesen Fällen einen 4-Teilimpfungsbon benötigen, fordern Sie ihn bitte in der WAVM an.

Hinweise für ÄrztInnen/Fachinformation: Daten aus klinischen Studien zeigen höhere Raten an Fieberreaktionen bei gleichzeitiger Verabreichung von Infanrix hexa und einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV-7, PCV-10, PCV-13) oder einem MMR-V Impfstoff. Die Immunantwort ist dadurch nicht beeinträchtigt, es wurden keine Kontraindikationen bzw. Fälle von Überdosierung berichtet.

Der seroprotektive Antikörperspiegel beträgt nach 3 Dosen 95,7% , nach 4 Dosen 98,4% gegen jedes der Impfstoff-Antigene.

HiB ist 1-2 Wochen lang nach Impfung im Harn nachweisbar. Zum Nachweis einer floriden Infektion empfiehlt es sich daher einen anderen Test zu benutzen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Fachinformation zu Hexyon bzw. Infanrix-hexa auf der Homepage des BM für Gesundheit.

Sonderfälle: Bitte wenden Sie sich in besonderen Fällen direkt an die Landesimpfstelle der FA Gesundheit und Pflegemanagement.

* Vertragsärzte der Sozialversicherung und Krankenanstalten können mit dem ABS die Bewilligung von chefarztpflichtigen Arzneispezialitäten über die e-card-Infrastruktur online beantragen. Damit wird direkt ein Rezept für den Hepatitis-B Impfstoff in der Apotheke eingelöst. Die Indikationsimpfung ist bei VertragsärtzInnen als kurative Leistung im Rahmen der Ordination mit der Krankenkasse zu verrechnen. Den PatientInnen entstehen somit keine Kosten.

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