Textgrafiken Pneumok

Pneumokokken (PNC)

Gratisimpfstoff: Synflorix®

Normalfall: 3./5./12. Lebensmonat (2+1 Schema). Mindestabstand zwischen 2. und 3. Teilimpfung: 6 Monate. Die PNC-Impfung kann auch gleichzeitig mit dem 6-fach-Impfstoff verabreicht werden (dann ev. vermehrtes Auftreten von Temperaturerhöhungen).

Spezialfall verspäteter Beginn: Erfolgt die Erstimpfung im 2. Lebensjahr werden nur mehr 2 Teilimpfungen im Abstand von mindestens 8 Wochen empfohlen. Kinder mit erhöhtem Risiko können die PNC-Impfung bis zum 5. Lebensjahr gratis nachholen. Details zum Impfschema für Risikokinder im 3. bis 5. Lebensjahr finden Sie im österreichischen Impfplan (Seite 31ff).

Hinweise für ÄrztInnen/Fachinformation: Der Pneumokokkenpolysaccharid-Konjugatimpfstoff enthält 10 Stämme (1, 4, 5, 6B, 7F, 9V, 14, 18C, 19F, 23F) und wird intramuskulär appliziert.
Invasive Pneumokokkenerkrankungen mit Blutvergiftung oder eitriger Gehirnhautentzündung zählen in den ersten beiden Lebensjahren zu den häufigsten lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten und Ursachen für bleibende Schäden. Zur Verhütung schwerer invasiver Pneumokokkenerkrankungen ist ein möglichst früher Beginn der Impfserie (im 3. Lebensmonat) unbedingt anzuraten (der Altersgipfel der Pneumokokken-Meningitis liegt im 2. Lebenshalbjahr). Impfserien sollten mit demselben Impfstoff komplettiert werden, mit welchem sie begonnen wurden.
Mögliche Impfreaktionen sind Schwellung und Rötung an der Impfstelle, Temperaturerhöhung, Übelkeit; seltener auch Fieber über 39°C und Hautausschlag. Die gleichzeitige Verabreichung der 6-fach-Impfung ist möglich, es ist mit einer etwas vermehrten Wahrscheinlichkeit von Temperaturerhöhungen zu rechnen. Bei gleichzeitiger Gabe von Impfstoffen mit Ganzkeim-Pertussis-Komponente wird daher eine Prophylaxe  mit Antipyretika empfohlen, ebenso bei Kindern mit Krampfanfällen oder Fieberkrämpfen in der Anamnese.
Für folgende Risikogruppen ist die Impfung dringend empfohlen:

  • Funktionelle oder anatomische Asplenie
  • Angeborene oder erworbene Immundefekte
  • Cochlea Implantat oder Liquorfistel
  • Vor Organtransplantation, nach Stammzelltransplantation, bei nephrotischem Syndrom, vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie
  • Chron. Krankheiten wie z.B. Krankheiten der blutbildendenden Organe, chron. NINS
  • Kinder mit neurologischen Krankheiten
  • Personen nach Liquorverlust (Trauma/Schädelchirurgie)

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Fachinformation zu Synflorix auf der Homepage des BM für Gesundheit.

Sonderfälle: Bitte wenden Sie sich in besonderen Fällen direkt an die Landesimpfstelle der FA Gesundheit und Pflegemanagement.

news