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Februar 2019: Masern in der Steiermark

Zum Stand Mitte Februar gibt es in der Steiermark 32 gemeldete Masern-Fälle, darunter Babys unter 5 Monaten (die noch nicht geimpft werden dürfen) und auch Erwachsene. Betroffen sind eine Reihe von steirischen Bezirken.

Falls der Verdacht besteht, dass man sich bei einem Masern-Kranken angesteckt hat, kann eine rasche Masern-Impfung der Erkrankung noch verbeugen. Das nennt sich „Post-Expositions-Prophylaxe“ (Vorbeugung, nachdem man dem Erreger ausgesetzt war). In diesen Fällen muss die Masern-Impfung innerhalb von 72 Stunden ab dem ersten Kontakt mit dem Menschen erfolgen, bei dem man sich angesteckt haben könnte.

Sollte der Verdacht besteht, dass sich ihr Baby angesteckt haben könnte, gilt ab sofort ein geändertes Impfschema: Sie können bereits ab dem vollständigen 6. Lebensmonat die 1. Teilimpfung erhalten. Die 2. Teilimpfung erfolgt dann mit 11–14 Monaten und eine 3. TI im Alter von 15–23 Monaten. Diese 3. Teilimpfung ist nur dann nötig, wenn die 1. Teilimpfung mit 6–8 Monaten erfolgt ist.

Masern sind extrem ansteckend! Daher können auch im Wartezimmer beim Arzt oder auf einer Ambulanz Ansteckungen erfolgen: Zum Beispiel, wenn ein Kind/Jugendlicher mit unklaren Krankheitsanzeichen dort auf seine Behandlung wartet (aber eben Masern hat) und andere Kinder/Jugendliche im gleichen Raum sind. Falls Sie mit einem Kind/Jugendlichen auf eine Kinder-Ambulanz oder zum Kinderarzt müssen, nehmen Sie bitte die Geschwister nicht mit. Damit vermeiden Sie – falls Ihre Kinder nicht vollständig geimpft sind – das Risiko einer Ansteckung.

Die Masern-Impfung ist gratis – für Menschen in jedem Alter. Sie bekommen sie bei den steirischen HausärztInnen, KinderfachärztInnen, den Gesundheitsämtern der Bezirkshauptmannschaften bzw. beim Magistrat Graz und bei der reisemedizinischen Impf- und Beratungsstelle des Landes Steiermark.

Bitte überprüfen Sie, ob Ihr Kind 2x gegen Masern geimpft ist – nur dann besteht sicherer Impfschutz. Bitte überprüfen Sie auch Ihren eigenen Impfschutz – falls Sie als Kind die Masern nicht durchgemacht haben (und das sicher wissen).

Die Masern-Impfung schützt die Gesundheit Ihrer Kinder, Ihre eigene Gesundheit und die von allen Menschen, die (noch) nicht geimpft werden können: Dazu zählen Babys bis zum Alter von 9 Monaten und z. B. Menschen bei Krebserkrankungen oder nach Transplantationen. Der Schutz für diese besonders gefährdeten Menschen kann nur dadurch sichergestellt werden, dass der Erreger sich nicht verbreiten kann, wenn alle, die geimpft werden können, geimpft sind.

Masern: Personenbezogene Kontroll- und Präventionsmaßnahmen

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