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Pflichtschulen: Gratisimpfungen an 6-15-Jährigen durch AmtsärztInnen

Gratisimpfungen für Schülerinnen und Schüler werden ganzjährig in den Sanitätsreferaten der Bezirkshauptmannschaften und an den steirischen Pflichtschulen durch die AmtsärztInnen angeboten. Um die Durchimpfungsraten bei Kindern und Jugendlichen zu stützen, finden die Gratisimpfungen im Schulalter seit Juli 2011 auch bei niedergelassenen ÄrztInnen statt.

AmtsärztInnen dokumentieren diese Impfungen elektronisch via Laptop, niedergelassene ÄrztInnen mit Impfbonbögen bzw. seit 2016 mit dem Impfbonheft für 6-15-Jährige.

Vorbereitungsphase
Die steirischen Pflichtschulen (1. bis 8. Schulstufe) übermitteln zu Beginn des Schuljahres ihre Schülerdaten (aufgeschlüsselt pro Klasse) an die WAVM. Daraus erstellt die WAVM „Klassenimpflisten“, und stellt diese den Amtsärztinnen und Amtsärzten elektronisch zur Verfügung. Bei der Schulimpfaktion werden die Impfungen (Impfstoff, Teilimpfung, Impfdatum, Chargennummer) vor Ort durch die Amtsärztin/den Amtsarzt elektronisch dokumentiert und an die steirische Impfdatenbank zurückgemeldet. Bei VolksschülerInnen der unteren Schulstufen fließt der weitgehend bereits valide dokumentierte Impfstatus aus den Scheckheften „Gesundheit für Eltern und Kind“ in die Klassenimpfliste mit ein. Damit liegt in der Regel der aktuelle Impfstatus des Schülers/der Schülerin bei der Impfung bereits vor.

Vor der Impfung
Vor der Erfassung neuer Gratis-Schulimpfungen sollte immer eine Datenaktualisierung (Menü Datei/Daten aktualisieren oder Shortcut STRG+K) durchgeführt werden (am besten am Morgen vor der Impftour). Damit ist gewährleistet, dass immer die aktuellen Daten der Impflinge und damit der aktuelle Impfstatus vor Ort bei der Impfung verfügbar sind.

Während der Impfung
Die Dokumentation erfolgt im Normalfall, während die Amtsärztin/der Amtsarzt die Schüler impft. Der Helfer/die Helferin kontrolliert Impfpass und Einverständniserklärung und registriert die durchgeführte Impfung.

Nach der Impfung
Nach Abschluss der Impftour werden die Impfungen mit der Impfdatenbank synchronisiert. Dazu wird nur ein Internetanschluss benötigt. Das Senden der Daten an die WAVM erfolgt – aus Datenschutzgründen verschlüsselt –  automatisch nach dem Starten der Übertragung in der Schulimpfsoftware.

Abrechnung
Quartalsweise erhalten die Sanitätsreferate von der Wissenschaftlichen Akademie für Vorsorgemedizin (WAVM) eine Aufstellung der dokumentierten Impfungen (Kleinkinder und Schulimpfungen) als Grundlage für die Verrechnung mit der Fachabteilung Gesundheit und Pflegemanagement. Die Quartalsaufstellung enthält alle Impfungen, die bis spätestens zwei Wochen nach Quartalsende bei der WAVM eingelangt sind.

Nur im Notfall: PDF-Klassenimpflisten abrufen
Im Normalfall greift die Impf-Software auf die jeweiligen Klassenimpflisten, die die Grundlage für die Dokumentation sind, zu. Falls das Laptop defekt ist oder aus sonstigen Gründen nicht bei der Impfung vor Ort verwendet werden kann, können die Listen aber auch vorab abgerufen, ausgedruckt und physisch zur Dokumentation der Schulimpfungen mitgenommen werden. Diese Impfungen können dann nachträglich in die Schulimpfsoftware eingegeben und an die Impfdatenbank übermittelt werden.

Im Login-Bereich können berechtigte AmtsärztInnen PDF-Klassenimpflisten elektronisch anfordern. Sie benötigen dazu Ihre Zugangsdaten, die Sie von der WAVM erhielten. Näheres zum Abrufen der PDF-Klassenlisten erfahren Sie bei der WAVM, 0316/829727. Details zur Verwendungsweise der Impflisten finden Sie beim Menüpunkt Häufige Fragen zur Schulimpfaktion. 

 

 

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